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Studie „Ethik, Recht und Sicherheit des digitalen Weiterlebens“ veröffentlicht
Neue Technologien wie KI ermöglichen das Weiterleben nach dem Tod in Form von digitalen Darstellungen (Avataren) oder Chatbots. Die Digital Afterlife Industry, die solche Möglichkeiten anbietet, entwickelt sich zu einem vielversprechenden Wachstumsmarkt. ATHENE-Forschende der Informatik und der Rechtswissenschaften am Fraunhofer SIT sowie des Internationalen Zentrums für Ethik in den Wissenschaften IZEW der Universität Tübingen haben die technischen, rechtlichen und ethischen Herausforderungen dieser Entwicklung analysiert. In ihrer Studie „Edilife – Ethik, Recht und Sicherheit des digitalen Weiterlebens“ geben sie einen systematischen Überblick über das digitale Weiterleben. Die Studie kann hier kostenfrei heruntergeladen werden: www.sit.fraunhofer.de/edilife-studie.
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Die Forschenden identifizieren in ihrer "Edilife"-Studie kritische Aspekte der IT-Sicherheit bei der Generierung und dem Betrieb digitaler Avatare, die von Stimmsimulation bis zur Nachahmung individueller Verhaltensweisen reichen. Die Untersuchung empfiehlt spezifische Sicherheitsmechanismen zum Schutz persönlicher Daten sowie eine strikte Regulierung der Avatar-Funktionalitäten. Für Dienstanbieter werden Transparenz- und Erklärungspflichten vorgeschlagen, besonders hinsichtlich der Datenverarbeitung bei der Avatar-Generierung. Die Studie, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, plädiert zudem für einen besonderen rechtlichen Schutz trauernder Personen, die diese Technologien nutzen.
Mehr zur Studie in der Pressemitteilung des Fraunhofer SIT
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